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Es lebe der Zentralfriedhof, ein Kurztrip nach Wien

Es lebe der Zentralfriedhof

 

Keine Angst, wir kommen heute nicht mit Austro-Pop um die Ecke, sondern erzählen Ihnen von unserem Ausflug nach Wien. Wien, eine wunderschöne, historische Stadt, in der Sie an fast jeder Ecke Geschichte erleben können, hat soviel zu bieten, dass ein Tag viel zu wenig ist. Dazu aber später mehr.

 Bei keiner unserer Produktgruppen fällt mir eine Beschreibung der einzelnen Kerzen so schwer, wie bei unseren Trauerkerzen und Sterbekerzen. Während man bei Taufkerzen, Hochzeitskerzen, Kommunionkerzen usw. immer ein freudiges Fest begeht und wir uns freuen, mit unseren Kerzen zum Gelingen beitragen zu dürfen, so traurig ist der Grund, wenn jemand eine Trauerkerze bei uns bestellt. Zwar kann man die Kerze genau beschreiben, auch wie Sie verziert ist, jedoch kommt beim Verfassen der Texte keine Freude auf, ganz im Gegenteil. Man quält sich durch die Beschreibung. Ähnlich ergeht es auch unseren Mädels und Damen der Wachs – Kraus – Kreativabteilung. Auch sie entwerfen und designen viel lieber Taufkerzen und Hochzeitskerzen, legen ihre ganze schöpferische Ader in die Waagschale und man erkennt, dass hier Leute mit Freude am Thema und an der Sache am Werk sind. Um uns neue Eindrücke und Ideen zu holen machten wir deshalb unlängst einen Ausflug nach Wien.

 Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?

Glauben Sie mit, bei Tag ist die Stadt viel schöner. Bevor ich auf die gesammelten Eindrücke eingehe, lassen Sie mich noch kurz von der Liebenswürdigkeit der Menschen und dem berühmten Wiener Schmäh berichten. Die Wiener strahlen eine fantastische Ruhe aus, wie ich sie von Münchnern, Hamburgern oder Berlinern noch nie erlebt habe. Sie nehmen alles etwas leichter, geradezu mit südländischer Ruhe gehen Sie alles an, mit einem meist freundlichen Lächeln, als wollten Sie sagen...nur ned hetzen...Zeit ist genug.

 Der Stephansdom 

 Fast 800 Jahre alt, rund 107 Meter lang und 34 Meter breit und bis zu 137 Meter hoch. Mich ergreift immer etwas Ehrfurcht, wenn ich solch schöne Gotteshäuser betrete. Meist setze ich mich dann hinten auf eine Bank und lasse den Blick schweifen. Es gibt soviel zu sehen, dass man vermutlich ein ganzes Menschenleben im Dom zu Wien verbringen könne und doch immer wieder etwas Neues entdecken könnte. Ich glaube, hier muss ich einbringen, dass ich zwar gläubiger Katholik bin, aber keinerlei missionarischnische Ambitionen hege. Mich beeindruckt einfach die Pracht und die Ausstrahlung solch alter Kirchen und Gotteshäuser, selbstverständlich auch, wie Menschen vor hunderten von Jahren ohne Maschinen und mit einfachen Mitteln im Stande waren, solch monumentale Bauwerke zu errichten ...und das wahrscheinlich sogar schneller, als die in Berlin ihren Flughafen auf die Reihe bekommen.

 Der Zentralfriedhof 

 Natürlich gibt es bei uns im Bayerischen auch wunderschön gestaltet, zum Teil bereits sehr lange bestehende Friedhöfe mit vielen alten Gräbern, aber einen wie den Wiener Zentralfriedhof haben wir noch nie gesehen. Ein Friedhof so groß, dass man als Berechtigter mit dem Auto einfahren darf. Besonders interessiert haben uns natürlich alte Grabstätten und Grabsteine. Die haben wir, sagen wir mal, in ausreichender Stückzahl gefunden und uns Anregungen für weitere Trauerkerzen und Sterbekerzen geholt. Es ist schon erstaunlich, wie manche Gräber gestaltet sind, mit wie viel Liebe und Einfühlungsvermögen an das Thema

 Sterben und Beerdigung herangegangen wird. Auch unsere Sicht auf die Dinge hat sich, so muss ich zugeben etwas verändert. Besonders ins Auge stach mir eine Grabstelle, deren „Bewohner“ noch gar nicht „eingezogen“ sind, soll heißen, diese Leute leben noch und erfreuen sich, wie ich hoffe, bester Gesundheit. Dieses imposante Grab zeigten ein Ehepaar, dass mit je einem Bild aus ihren jungen Jahren und ihren Geburtsdaten bereits auf dem großen, dreiteiligen Grabstein verewigt waren. Mögen die beiden noch viel Zeit zusammen verbringen können. Der Friedhof, ein Ort der Ruhe und Besinnung. Als gläubiger Christen ist es uns Gott sei Dank vergönnt, an ein Leben nach dem Tod zu glauben. Ob einem das dass Sterben leichter macht, wage ich jedoch zu bezweifeln.

Feuchte Augen bekamen wir dann, als wir am Kinder-Friedhof ankamen. Zum Teil waren die Lieblingsspielzeuge der kleinen mit in den Grabstein eingearbeitet und man fragt sich unweigerlich nach dem „Warum?“.Warum wird es zugelassen, dass Kinder sterben, ihre Familien für immer verlassen und möglicherweise vor ihrem Tod noch unendlich viel Leid haben erfahren müssen. Ich vermag dies nicht zu beantworten.

Als letztes durfte selbstverständlich die österreichische Prominenz auf dem Friedhof nicht fehlen. Die Friedhofsarbeiter erwiesen sich im übrigen, wie die Wiener generell als sehr freundlich und bemüht, einem zu helfen. So haben wir dann die Grabstätten von Udo Jürgens, Paul Hörbiger, Curd Jürgens, Helmut Zilk und Falco gefunden um nur einige wenige zu nennen.

 Manchmal über den Tellerrand hinausschauen, die Sicht auf etwas zu verändern, neue Eindrücke sammeln, all das spiegelt sich in unserem Sortiment wieder. Wir laufen nicht jedem Trend, jeder modischen Kurzlebiggkeit hinterher sondern wir haben unseren ganz eigenen Stil, der sich weiterentwickelt aber immer das Ziel verfolgt, Ihnen zeitlos schöne Kerzen anzubieten, an denen Sie sich auch in Jahren und Jahrzehnten noch erfreuen können.

 

©Wachs - Kraus

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